Unwetter-Schäden

Teure Schäden durch Unwetter

Die Statistik belegt es – Versicherer von Wohngebäuden und Hausrat haben teure Schäden durch Unwetter zu verkraften. Dies ist um so bedeutsamer, da im Vorjahr 2016 die Anzahl der Schäden leicht gesunken ist.

Durchschnittsschaden erreicht Rekordsumme

Die Zahl der Blitzeinschläge ist im Jahr 2016 leicht zurückgegangen. Den deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherern wurden aber immerhin noch 300.000 durch Blitze verursachte Schäden gemeldet.  Die Versicherer zahlten damit  210 Millionen Euro für Blitz- und Überspannungsschäden (2015: 240 Millionen Euro).

Die durchschnittlichen Kosten pro Schaden stiegen auf die Rekordsumme von 700 Euro. Ein Grund: Inzwischen werden fast die Hälfte der Blitz- und Überspannungsschäden an Gebäuden registriert. Deren Schäden fallen höher aus als Schäden am Hausrat. Das liegt vermutlich an der zunehmend genutzten Gebäudetechnik, die von der Wohngebäudeversicherung gedeckt ist – wie zum Beispiel Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen.

Auch 2017 ein Jahr der Unwetter-Extreme

Allein für die schwere Unwetterserie zwischen Ende Juni und Anfang Juli betragen die Entschädigungsleistungen für Versicherte beispielsweise rund 600 Millionen Euro. Das zeigt eine vorläufige Schadenschätzung der deutschen Versicherer. In die Bilanz flossen die Schäden mehrerer Unwetter zwischen dem 20. Juni und 2. Juli ein – allen voran die Tiefdruckgebiete „Paul“ und „Rasmund“.

Zum Teil fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Im Vergleich: Deutschlandweit sind es im Schnitt für ein ganzes Jahr knapp 800 Liter pro Quadratmeter. Allein der Starkregen verursachte Schäden von rund 60 Millionen Euro, im Wesentlichen in Berlin und Brandenburg, wie der GDV berichtete.

Makler können Schadenregulierung beschleunigen

Die rechtzeitige und vollständige Meldung von versicherten Schäden ist ein wesentlicher Moment einer zügigen Schadenbearbeitung, auch wenn es zu einer Häufung von Schäden in bestimmten Regionen oder beim Versicherer kommt. Dabei können Makler ihren Kunden Unterstützung geben.

Die Oberösterreichische Versicherung hat dafür einen „Leitfaden zur Schadenabwicklung“ entwickelt, der Maklern als kostenloser Download zur Verfügung steht. Bei der Aufnahme einer Schadenmeldung kommt es auf alle relevanten Daten an. Das sind zum Beispiel:

  • Schadendatum bzw. Entdeckungsdatum
  • Schadenhergang und – umfang
  • Fotos vom Schaden (möglichst digital)
  • Kontaktdaten (möglichst mit eMail-Adresse)

Schadenmeldungen an die Oberösterreichische Versicherung, Niederlassung Deutschland, sind zu senden an:

  • per Mail: schaden.deutschland@ooev.at
  • per Fax: +49.6181.92 30 210

Für spezielle Versicherungsverträge wie Hausrat, Wohngebäude, Glas oder Solar finden Makler zum Beispiel auch die spezifischen Formulare für Schadenanzeigen in unserem Download-Center.