Kunden zu Gefahren durch Zecken informieren

Die durch Zecken verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist ein vorwiegend süddeutsches Phänomen. Die überwiegende Mehrheit der FSME-Fälle verteilt sich auf die bekannten FSME-Risikogebiete, dazu zählen große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie einzelne Regionen im Süden Hessens, in Sachsen und in Thüringen, schreibt das Informationsportal zecken.de.

Einzelne FSME-Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Aber die FSME-Verursacher wandern auch nach Norden. Seit Februar 2019 gibt es mit dem Landkreis Emsland in Niedersachsen das erste Risikogebiet in Norddeutschland. Zecken zählen biologisch zur Klasse der Spinnentiere. Das erkennt man beispielsweise an den acht Beinen erwachsener Zecken.  Sie können Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen.  Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann auch in Deutschland ein an und für sich harmloser Zeckenstich für Menschen gefährlich werden. Dabei gelangen die Krankheitserreger aus den Speicheldrüsen oder dem Darm der Zecke über den Stechapparat in den Körper des Blutwirts. Die richtige Vorsorge ist daher wichtig. Es gibt also kein Zeckengift, sondern die Gefahr geht von den Krankheitserregern aus.

Grundsätzlich können überall, wo Zecken vorkommen, auch Krankheitserreger übertragen werden. In erster Linie kommen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und häufiger Borreliose vor.

Zecken im Urlaubsland Österreich

17 Zeckenarten sind im Urlaubsland Österreich heimisch. Kunden, die in den Hochrisikogebieten an der Donau zwischen Passau und Linz, Gebiete in der Wachau, bei St. Pölten sowie in und um Wien Urlaub machen wollen, sollten sich deshalb genau informieren.

Darüber hinaus sind rund 30 % aller Zecken in Österreich mit dem Borreliose-Bakterium infiziert. Spitzenreiter unter den österreichischen Bundesländern ist Vorarlberg mit 33,9 %, gefolgt von Oberösterreich (28,3 %) und Tirol (27,9 %). Ein Risikogebiet definiert sich durch eine bestimmte Anzahl an FSME-Erkrankungen in einem Landkreis in einer Fünfjahres-periode. Dabei muss der Infizierte auch in diesem Landkreis von einer Zecke gestochen worden sein.

 Was ist FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)?

FSME ist eine Viruserkrankung, die zu einer Entzündung des Gehirns, des Rückenmarks und der Hirnhäute führen kann. Nicht jeder Zeckenstich überträgt das FSME-Virus. Wenn eine Infizierung erfolgt, dann allerdings direkt nach dem Stich. Die Erreger halten sich nämlich auch am Stechapparat der Zecke auf. Wissenschaftlich betrachtet spricht man von einem Zeckenstich und nicht von einem Zeckenbiss. Die Zecke öffnet mit ihrem Mundwerkzeug die Haut und hakt sich fest. Dann sticht sie mit einer Art Saugrüssel und saugt Blut. Also ist es ein Stich.

Welche Symptome treten bei FSME auf?

Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 14 Tagen treten grippeartige Beschwerden auf. Die Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Gelenkbeschwerden und Müdigkeit können nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Während es bei den meisten Betroffenen bei dieser ersten Phase bleibt, kommt es bei ungefähr 5 % bis 15 % der Betroffenen nach einer beschwerdefreien Zeit zu Phase 2: die Viren befallen das Nervensystem.

Mehr zu dem Thema Zecken, Zeckenbisse und Krankheitsfolgen können Sie als Makler in einem Blogbeitrag unserer österreichischen Kollegen lesen oder den Link Ihren Kunden senden.

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