Dunkelheit lockt Einbrecher

Mit dem Ende des Sommers und dem beginnenden Herbst wird es früher dunkel und später hell. Das ermöglicht auch Einbrechern mehr Zeit für ihre dunklen Geschäfte. Deshalb machen wir auch dieses Jahr auf Möglichkeiten aufmerksam, wie sich Ihre Kunden vor Einbrechern schützen können und wie man mit einem möglichen Einbruch umgehen kann.

Ein Einbruch? Das kann mir nicht passieren, denken viele Mieter und Eigentümer. Wenn sie aus der Wohnung gehen, lassen sie die Fenster gekippt und ziehen die Haustür heran, ohne diese abzuschließen. Doch genau diese beiden Fehler nutzen Diebe häufig aus, beurteilt die deutsche Polizei die Problematik.

Materielle und physische Schäden von Einbrüchen

In den letzten Jahren mussten in Folge von Einbrüchen hohe Summen durch die Versicherer gezahlt werden. 2018 betrug der Schaden rund 310 Millionen Euro, 2019 rund 300 Millionen Euro und Corona-bedingt 2020 noch 230 Millionen Euro, heißt es beim Branchenverband GDV. In den fünf Jahren zwischen 2013 und 2018 hatten die versicherten Schäden jeweils rund 500 Millionen Euro ausgemacht. Der absolute Schaden lag deutlich höher, da immer noch viele Haushalte keine entsprechende Versicherung haben.

Doch schwerer als der materielle Schaden wiegt nach einem Einbruch oft die psychische Belastung: Viele Betroffene fühlen sich in ihrem Zuhause nicht mehr sicher und haben Angst vor einem weiteren Einbruch. „Umso wichtiger ist es, gegen Einbrüche vorzubeugen“, wird Harald Schmidt, der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention, bei planet-wissen.de zitiert „Jeder kann seine Wohnung vor Einbrüchen schützen.“

Einbrecher in der Wohnung – was tun?

Es ist wohl eine Situation, die jedem Angst macht, wenn man nachts durch ungewöhnliche Geräusche aus der Wohnung aufschreckt wird. Bemerkt man Einbrecher, dann lautet die Frage, wie man jetzt richtig handelt. Das Netzwerk Zuhause sicher e. V. gibt Tipps, wie man sich bei einem Einbruch verhalten sollte. Hier heißt es:

„Ist man zu Hause, wenn ein Einbruch stattfindet, sollte man sich in erster Linie in Sicherheit bringen. Am besten ist es, wenn man das Haus oder die Wohnung komplett verlässt. Ist dies nicht möglich, ist es zu empfehlen, sich sowie die anderen Familienmitglieder in einem Raum einzuschließen. Dort kann man dann die Polizei unter der 110 verständigen.“

Expertin Carolin Hackemack rät, dass man sich bei einem Einbruch nicht ruhig verhalten sollte. „Einbrecher wollen in der Regel unbemerkt bleiben“, weiß Hackemack. „Wenn man sich lautstark bemerkbar macht, kann das den Täter in die Flucht treiben.“ Dabei gilt es zu vermeiden, sich dem Täter in den Weg zu stellen oder gar zu versuchen, ihn aufzuhalten und zu überwältigen.

In den Schutz vor Einbrüchen investieren

Zur Verhinderung von Einbrüchen gibt die Polizei ganz einfach umsetzbare Tipps, die sie auch Ihren Kunden weitergeben können:

  • Schließen Sie unbedingt Ihre Wohnungs- oder Haustür ab!
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren!
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen!
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Geben Sie keine Hinweise darauf, dass Sie länger nicht zu Hause sind
  • Wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten, informieren Sie die Polizei.

Die letzten Jahren haben auch gezeigt, dass sich die Investition in Sicherheitstechnik lohnt. Nahezu jeder zweite Einbruch scheitert, weil die Täter nicht schnell genug ins Haus kommen. Einbruchhemmende Fenster und Türen werden in Deutschland bei Neubauten allerdings noch nicht standardmäßig eingebaut.

„Wir sehen aber seit Jahren, dass viele Haus- und Wohnungsbesitzer in bessere Sicherheitstechnik investieren. Das zahlt sich aus“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Eingebrochen wird meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren. Einfache Fenster und Türen lassen sich in wenigen Sekunden aufhebeln. Sie sind besondere Schwachstellen am Haus und müssen deshalb besonders gesichert werden. 

Informieren Sie Ihre Kunden auch durch kleine Videohinweise

Als Oberösterreichische Versicherung unterstützen wir jedes Jahr Kunden und Vermittler mit Hinweisen zu mehr Sicherheit in der Wohnung und im Haus. Gerne können Sie unsere kleinen Video-Clips aus der Aktion „Sicheres Haus“ oder beispielsweise über den Expertentipp „Eine Karte genügt (zum Einbruch)“ versenden.

Prüfen Sie aber auch den Umfang der bestehenden Hausratversicherung auf Umfang und Deckungssumme. Mehr Informationen zu unseren Hausratversicherungen DaHeim© PLUS und DaHeim© PREMIUM finden Sie hier. Nutzen Sie gerne auch unsere laufende Aktion mit einem Sonderrabatt von 15 Prozent auf die Jahresprämie.