Das Wetterphänomen Blitze

Das Wetterphänomen Blitze kann begeistern und gleichzeitig auch Angst verursachen. Die Angst der Menschen resultiert aus den möglichen Folgen von schweren Gewittern mit deren persönlichen und finanziellen Folgen.

Verursachte Blitzschäden nehmen rasant zu

Verursachte ein Blitzeinschlag im Jahr 2013 noch einen durchschnittlichen Sachschaden von 580 Euro, sind es nun rund 45 Prozent mehr. Demnach kostete ein Blitzschaden die deutschen Versicherer im Jahr 2017 im Durchschnitt rund 840 Euro.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (GDV) wurden 2017  insgesamt rund 300.000 durch Blitze verursachte Schäden gemeldet. Das sind 50.000 weniger als im Vorjahr. Die Versicherer zahlten damit im Jahr 2016 insgesamt 210 Millionen Euro für Blitz- und Überspannungsschäden (2015: 240 Millionen Euro).

Blitz- und Überspannungsschäden

Blitz- und Überspannungsschäden können über die Wohngebäude- und Hausratversicherung versichert werden. Die Wohngebäudeversicherung sichert Schäden am Dach, am Mauerwerk oder an fest eingebauten elektrischen Installationen ab. Sie übernimmt auch die Aufräumarbeiten und die Sicherung des Grundstücks.

Bei Blitz- und Überspannungsschäden am beweglichen Eigentum in der Wohnung greift die Hausratversicherung. Dazu zählen beispielweise Computer, Fernseher oder andere technische Geräte.

Schadenbild bei Blitzeinschlag und Überspannung

Damit es zu einem Blitz- und Überspannungsschaden bei einem elektrischen Gerät kommt, muss der Blitz mit einer bestimmten Intensität und in einem bestimmten Abstand einschlagen. Ein typisches Schadenbild und ein Übertragungsweg vom Blitz zum Gerät müssen vorhanden sein, damit eine Versicherungsleistung möglich wird.

Ist ein Blitz zu weit weg, sind Schäden, wie sie uns manchmal gemeldet werden, eher unwahrscheinlich. Eine weitere Erkenntnis: Auf dem Land kommt es eher zu einem Überspannungsschaden als in der Stadt. Dies liegt an dem meist stark verzweigten Leitungsnetz in der Stadt. Überspannungen können sich leichter verteilen und sind dadurch nicht mehr so hoch, wenn sie am eigentlichen Endgerät ankommen.

Nachweis bei Überspannungsschaden muss plausibel sein

Wie bei jedem Versicherungsfall muss der Geschädigte Art und Umfang des Schadens gegenüber der Versicherung erklären. Er muss nachweisen, wie und wann der Schaden entstanden ist. Außerdem ist er zudem verpflichtet dem Versicherer auf Anforderung das beschädigte Gerät zur Verfügung zu stellen, damit dieser prüfen kann, ob der Anspruch berechtigt ist.

Von Seiten der Versicherung kann  ein Schadengutachter eingesetzt werden, wenn das ursächliche Blitzereignis nach Zeit und Ort bereits überprüft wurde.

Beachten Sie: Kann das geschädigte elektrische Gerät vom Kunden nicht mehr zur Begutachtung zur Verfügung gestellt werden, weil es schon entsorgt wurde, kann keine fachlich qualifizierte Aussage zur Schadenursache mehr getroffen werden. Dann ist auch keine Leistungsregulierung mehr möglich.

Die Oberösterreichische Versicherung gibt Maklern und Kunden für den Schadensfall durch Blitz und weitere Umweltereignisse einen Schadenleitfaden zur Hand, der zum kostenlosen Download hier zur Verfügung steht.

Informationen zu den Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen der Oberösterreichische Versicherung stehen für Makler hier bereit.

Foto: Shutterstock.com_100149458

________________________

Der Blogbeitrag wurde mit Bezug auf ein Interview der GDV-Homepage mit einem Experten der  Arbeitsgruppe Elektrotechnik und Blitzschutz eines deutschen Sachversicherers erstellt.