Zukunft

Solarmodule können mehr

Solarmodule zur Stromgewinnung sind inzwischen schon Allgemeingut geworden. Experten gehen davon aus, dass die Solarstromerzeugung in den kommenden Jahren zum größten Stromerzeuger weltweit werden wird. Weniger bekannt sind aber einige weitere Verwendungsarten von Solarmodulen, die wir hier vorstellen.

Solarmodule als Schattenspender

Wer sich auf seiner Terrasse nicht nur vor der Sonne schützen, sondern gleichzeitig noch deren Energie einfangen will, der sollte das Produkt eines neuen Startups näher in Augenschein nehmen. Die Firma Solavenda bietet Solarmodule in Form einer Pergola an. Die Stromernte kann sofort selbst genutzt oder gespeichert werden. Sie kann aber auch ins Netz gespeist werden. Wie funktioniert das Ganze?

Die PV-Module aus monokristallinen, dunklen Solarzellen, die unter einem speziellen Solarglas einlaminiert sind, erreichen einen relativ hohen Wirkungsgrad. Dabei gibt es die Möglichkeit zur freien Größen-Skalierung und optionale Sonderfarben. Eine speziell für das System entwickelte Software kann die gewünschte Ausrichtung der Lamellen bestimmen, wahlweise für eine angenehme Temperatur oder dank der Sonnennachführung zugunsten eines hohen Energieertrages.

Windkraft und Solarmodule als Hybrid

Eine weitere Neuheit stellt ein österreichischer Modulhersteller aus Wien her. Deren flexible Leichbaupaneele können an den Turm einer Windkraftanlage befestigt werden. Mit dem zusätzlich produzierten Ökostrom aus der Photovoltaikanlage wird die Effizienz und der ökologische Fußabdruck der Windkraftanlage erhöht.

Eine ähnliche Technologie verfolgen auch die Hersteller von senkrecht aufstellbaren Solarmodulen. Selbst schwimmende Solarparks wurden inzwischen montiert. Auf einem Baggersee vor den Toren der niederländischen Stadt Zwolle wird eine solche Floating-PV-Anlage eine Leistung von 27,4 Megawatt erreichen.

Auch in Albanien wird von einem norwegischen Hersteller ein schwimmendes Solarkraftwerk erstellt. Der Solarpark wird aus vier schwimmenden Einheiten mit einer Leistung von je 0,5 Megawatt bestehen. Die Investitionskosten belaufen sich laut dem Hersteller auf insgesamt 2,3 Millionen Euro.

Doppelt Nutzung von Flächen für Solarstrom

Der effektive Umgang mit Nutzflächen steht auch im Mittelpunkt weiterer Innovationen. Solarmodule an Hauswänden sind schon länger bekannt. Nun werden selbst die Staumauern von Talsperren und Wasserbecken als geeignete Flächen für Solarmodule genutzt.

Ein Schweitzer Energieversorger will eine riesige Solaranlage an die Staumauer des Muttsees bauen. Hoch oben in den Alpen auf über 2.400 Metern Höhe reguliert sie derzeit nur den Ablauf des Muttsees, der seinerseits das Staubecken eines Wasserkraftwerks ist. In Zukunft sollen an der nach Süden hin ausgerichteten Staumauer Photovoltaikmodule zusätzlichen Strom liefern.

Auf die Fläche finden insgesamt mehr als 6.000 Solarmodule Platz. Diese sollen nach Angaben des Unternehmens zusammen etwa zwei Megawatt leisten. Laut Berechnungen der Planer ist es möglich, damit jedes Jahr 2,7 Gigawattstunden Strom zu produzieren.

Solarmodule als Eis und Schneefang

Die eingangs unseres Blogbeitrages geschilderten Solarmodule als Schattenspender können im Winter auch Eis und Schnee vom Dach abhalten. Gesteuert wird die Pergola per Funkfernbedienung oder Smartphone. Bei einem Wetterumschwung schließen sich die Solarlamellen automatisch und leiten den Regen im Inneren der Struktur ab.

Wenn kein Schnee auf den Solarmodulen liegt, erzeugen diese auch im Winter Strom. Von Vorteil ist es, wenn die Ausrichtung der Module und die Art der Installation für ausreichend Kühlung der Module liefert. So sind die auch die Erfahrungen mit einer Anlage in den Schweizer Alpen. In einer Höhe von etwa 2.100 Metern über dem Meeresspiegel wird somit insgesamt 25 Prozent mehr Strom erzeugt, als mit einer vergleichbar großen Anlage im Mittelland.

Mit der Solarfähre auf die Insel Usedom

Interessant ist sicher auch, dass ab diesem Sommer eine emissionsfreie Fähre auf der Strecke zwischen dem Festlandort Kamp und der Ortschaft Karnin auf der Insel Usedom den Betrieb aufnimmt. Es ist nur eine kleine Fähre. Aber es ist ein Anfang und ein Zeichen für die Mobilitätswende auf dem Wasser. Erneuerbare Energien sind mittlerweile zu einer wichtigen Säule in der Energieversorgung in Deutschland geworden und ihre Bedeutung wird weiter zunehmen

Die Oberösterreichische Versicherung verfügt mit ihren Mitarbeitern in Deutschland über jahrelange Erfahrung in dieser Versicherungssparte am deutschen Markt. Seit über einem Jahrzehnt arbeiten unsere Produktspezialisten an maßgeschneiderten Lösungen für den Markt der erneuerbaren Energien und wir werden auch weiterhin die spannenden Entwicklungen in diesem Wachstumsmarkt genau verfolgen und unsere Produkte darauf abstimmen.

Für eine optimale Absicherung der Photovoltaik- und Solarthermieanlagen Ihrer Kunden finden Sie alle Informationen und Tarifrechner auf unserer speziellen Produktseite Photovoltaik-Versicherung Klima Pro©.

P. S. Die Neuheiten zu den Solarmodulen haben wir Informationen der Online-Ausgaben der Zeitschrift „Erneuerbare Energien“ entnommen

Maklermeetings

Prävention für Haus und Haushalt gegen Folgen von Starkregen

Versicherungen sind die eine Seite der Medaille. Prävention die andere Seite. Hie wollen wir einige Tipps aufgreifen*, wie Kunden Haus und Haushalt gegen die Folgen von Starkregen schützen können.

Das neue Haus höher bauen und schützen

Wer neu baut, sollte Grundstücke in der Muldenlage oder am Fuße eines Hangs meiden. Zudem sollte man das Gelände nach Möglichkeit gleich so gestalten, dass geringfüge Überflutungen dem Haus nichts anhaben können. So kann das Gebäude beispielsweise ein wenig höher gesetzt werden. Oder das Gelände fällt etwas vom Haus ab, damit das Wasser gut abfließen kann.

Grundstücke – vor allem solche in Hanglagen – lassen sich an den gefährdeten Stellen mit Mauern oder kleinen Erdwällen abschirmen. Solche Barrieren dürfen Nachbargrundstücke aber nicht gefährden. Der Regen muss an den Wassersperren noch versickern oder geordnet abfließen können.

Nicht vergessen: Rückstauklappe einbauen

Extreme Niederschläge können die Kanalisation in kurzer Zeit völlig überlasten. Das Wasser fließt dann nicht schnell genug ab, staut sich auf und sucht sich andere Wege. Über die Hausanschlussleitungen kann es schließlich in das Gebäude eindringen und Keller sowie tiefer liegende Wohnräume überfluten.

Einen effektiven Schutz davor bietet eine Rückstauklappe. Sie verhindert, dass Wasser, Abwasser und schlimmstenfalls Fäkalien in das Haus drücken. Für den Rückstauschutz ist jeder Hausbesitzer selbst verantwortlich, die Kommunen haften grundsätzlich nicht für aufkommende Schäden. Auch die Versicherer machen Leistungen im Schadenfall davon abhängig, dass eine Rückstauklappe verbaut wurde.

Fenster, Türen und Wände dichtmachen

Eine häufige Schwachstelle sind undichte Stellen am Haus, über die Wasser eindringen kann. Um das zu verhindern, sollten tief liegende Fenster oder Türen möglichst druckwasserdicht sein. Auch die Durchlässe für Strom-, Gas-, oder Telefonleitungen sowie Heizungsrohre sollte der Installateur mit Dichtungsmaterial gut verschließen.

Abgesehen von der Umschließung des Kellers müssen Außenwände vor allem an den gefährdeten Sockelbereichen wasserdicht sein. Denkbar hierfür sind zum Beispiel Steinzeugfliesen, wenn sie fugendicht angebracht werden. Allerdings müssen die Abdichtungen regelmäßig gewartet werden, damit sie einwandfrei funktionieren.

Von Kunden lernen, die an Flüssen wohnen

Kunden, die nahe der großen Flüsse wie Donau, Rhein und Elbe oder auch an der Mosel und dem Neckar wohnen, haben sich seit Jahren darauf eingestellt – auf das Hochwasser. Sie wissen, dass hochwertiger Hausrat, wie elektrische Küchengeräte, Wertsachen und Lebensmittel an einem Ort aufgestellt oder gelagert werden, die das Wasser nicht erreichen kann.

Zeitpunkt und Ort eines Starkregens lassen sich in der Regel kaum vorhersagen. Im Ernstfall bleibt daher kaum Zeit, um Gegenstände und Einrichtungen aus dem Keller zu holen. Gefährliche Stoffe wie Chemikalien sollten daher sicherheitshalber gleich an einem Ort gelagert werden, den das Wasser nicht erreichen kann.

Heizöltanks sollten wenigstens verankert oder mit Ballast beschwert sein, um zu verhindern, dass die Behälter umkippen und austretendes Öl das Mauerwerk kontaminiert. Bei der Aufstellung solcher Tanks ist zudem auf die geltenden Vorschriften zu achten. Hier greift die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Oberösterreichische mit zwei Paketen zum Elementarschutz

Die Oberösterreichische Versicherung bietet Kunden in Deutschland wie auch in Österreich zwei Grundschutz-Pakete für den Elementarschutz für Haus über die Wohngebäudeversicherung ZuHaus© und Haushalt über die Hausratsversicherung DaHeim© an. Auch für die Versicherung von Wohnmobilen als DauerCamper halten wir einen Elementarschutz bereit.

Für die ZÜRS-Zonen 1 und 2 können Kunden beispielsweise im Bereich Hausart zwischen folgenden Paketen wählen:

  • Grunddeckung: 4.000,– Euro (DaHeim Plus) bzw. 6.000,– (DaHeim Premium)
  • Erweiterte Deckung: 24.000 Euro (DaHeim Plus und DaHeim Premium) 

In der Versicherung DauerCamper kann Ihr Kunde nach dem Relaunch des Produktes 2019/2020 Elementardeckung für Objekt und Hausrat in der ZÜRS Zone 1 oder 2 jeweils bis 4.000,00 Euro erhalten. Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.

In den kommenden Jahren wird das Thema Prävention gegen Schäden durch Starkregen an Bedeutung zunehmen. Mehrer Förderprogramme der KfW können Kunden auch nutzen, um beispielsweise im Rahmen Schaffung von neuem Wohnraum oder der energetischen Sanierung auch potentielle Risiken aus Starkregen zu minimieren.

* In diesem Beitrag wurden Anregungen aus einem Artikel der Verbraucherportal des GDV genutzt und zitiert. Zu dem Artikel geht es hier.