Kurzschluss

Brandgefahr durch Kurzschluss im Haushalt

Elektrische Kleingeräte sind im Haushalt wertvolle Helfer. Aber sie erhöhen auch die Brandgefahr durch Kurzschluss im Haushalt. Besonders bei älteren, defekten oder nicht sachgemäß betriebenen Geräten kann es ganz schnell gehen: Kurzschluss, Brand und Schäden für die Menschen.

Ein Drittel aller Wohnungsbrände durch Kurzschluss

Statistisch gesehen kommen jeden Tag neun Menschen in Deutschland unfreiwillig mit zu viel Strom in Kontakt. Und mehr als ein Drittel der Wohnungsbrände werden durch Elektrizität ausgelöst. Die Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse registrierte 2015 über 3.000 Stromunfälle mit mehr als 30 Menschen, die auf diese Weise starben.

Von einem tragischen Unfall berichtet die Webseite www.dieversicherer.de aus den USA. Die 14-jährige Madison Coe starb durch einen Stromschlag in der Badewanne. Ihr Smartphone, das zum Aufladen an die Steckdose angeschlossen war, fiel vermutlich ins Badewasser. Ihre Eltern fanden sie leblos in der Badewanne.

Wäschetrockner führen die Liste der Verursacher an

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) hat als Schadenverursacher folgende ermittelt: „Die größte Gefahr geht von Wäschetrocknern (15%) aus, gefolgt von Fernsehern (14 %). Kühl- und Gefriergeräte sind zu 8 % Brandverursacher sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler zu jeweils 6 %. All dies sind elektrische Geräte, die sich heute in fast allen Haushalten wiederfinden.“

Das Verbraucherportal der Deutschen Versicherungswirtschaft empfiehlt drei Vorsichtsmaßnahmen, die helfen können Kurzschlüsse und damit Wohnungsbrände zu vermeiden. Dazu gehören der Einbau von Fehlerstrom-Schutzschaltern, Steckdosensicherung für Kinder und Haustiere und der Kauf sicherer Elektrogeräte. Schauen wir uns diese Tipps etwas genauer an.

Fehlerstrom-Schutzschalter einbauen

Herkömmliche Sicherungen für die Haushaltselektrik schützen nicht immer ausreichend vor direkten Stromschlägen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nach  seinen Wohnungsverteiler mit sogenannten Fehlerstrom-Schutzschaltern (auch FI- oder RCD-Schalter genannt) nachrüsten.

Dieses Relais schaltet den überwachten Stromkreis sofort ab, wenn eine Person mit dem Strom in Berührung kommt. Ein kleiner Schlag bleibt in diesem Fall zwar nicht aus, dieser ist jedoch durch den Fehlerstrom-Schutzschalter nicht mehr lebensbedrohlich.

Steckdosensicherung zum Schutz von Kindern einsetzen

Kinder können die Gefahr, die von Strom ausgeht, noch nicht einschätzen. Umso wichtiger ist deshalb, die Kleinsten vor einem Stromschlag zu schützen. Steckdosensicherungen haben sich dafür am besten bewährt. Empfehlenswert sind Sicherungen mit erhöhtem Berührungsschutz. Eltern sollten beim Kauf auf die DIN-Norm „VDE 0620“ achten.

Eltern sollten auch darauf achten, dass Elektrogeräte für Kinder und Haustiere möglichst nicht erreichbar sind. Vor allem im Bad und der Küche sollten Geräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder Fön außerhalb der Reichweite stehen, um Kurzschlüsse und daraus resultierende Unfälle oder Brände zu vermeiden.

Kurzschluss-Gefahr: Finger weg von ungeprüften Elektrogeräten

Wer sich billige Elektrotechnik ins Haus holt, darf sich nicht wundern, wenn er einen elektrischen Schlag bekommt. Billigware, die nicht europäischen Sicherheitsstandards entspricht, kann tödliche Stromschläge verursachen – egal ob es sich um LED-Leuchten, Mehrfachsteckdosen oder Ladegeräte handelt.

Verbraucher sollten deshalb beim Kauf auf bestimmte Sicherheitszeichen achten. Dazu zählen zum Beispiel das GS- oder das VDE-Zeichen. Sichere Elektrogeräte besitzen zudem ein Typenschild, das den Namen des Herstellers, die Modellbezeichnung und wichtige Leistungsdaten enthält.

Beim Thema Fön empfiehlt der  Verband der Elektrotechnik (VDE), auf eingebaute Temperaturregler zu achten. Kunden sollten dafür sorgen, dass sich das Gerät abschaltet, wenn Haare oder Staub in die Lüftung geraten. Auch die Reinigung des Föns von Staub sollte zu den regelmäßigen Tätigkeiten zur Brandvermeidung gehören.

Makleraufgabe: Versicherungsschutz prüfen

Makler sollten den Versicherungsschutz der Kunden für deren Hausrat regelmäßig überprüfen. Neuanschaffungen können die notwendige Versicherungssumme schnell anwachsen lassen. Gab es früher nur eine einfache Waschmaschine, können heute ein Waschautomat sowie ein Wäschetrockner schnell den Absicherungsbedarf steigen lassen.

Empfehlen Sie Ihren Kunden auch einmal einen Blick in die Tipps von www.dieversicherer.de als Verbraucherportal mit wertvollen Hinweisen zur Schadenvermeidung, auf die wir in diesem Blogbeitrag auch Bezug genommen haben.

Einen kompletten Überblick zum Premium-Hausratschutz der Oberösterreichische Versicherung, der über die Ratingagentur Franke & Bornberg erneut das Prädikat „Sehr gut“ erhalten hat, können sich Makler und Kunden hier verschaffen.