Brände im Frühling

Brände im Frühling

Der Weihnachtsbaum brennt – das kennt man schon. Aber Brände im Frühling ? Ja, diese kommen öfter vor, als man denkt. Spätestens wenn der letzte Schnee weggetaut ist gibt es jedes Jahr wieder Brände in Gärten und Wäldern. Welche Ursachen gibt es dafür?

Selbstentzündung, weggeworfene Zigarettenreste und unsachgemäßes Abbrennen

In den letzten Jahren konnten man mehrfach die Ursachen für Waldbrände nicht aufklären. Die Feuerwehren kämpften teilweise tagelang gegen Feuer, die als Selbstentzündungen beispielsweise durch achtlos weggeworfenen Flaschen oder auch Glasscherben vermutet wurden.

Immer wieder verweisen Mitarbeiter von Forstverwaltungen auch auf die Folgen von achtlos weggeworfenen Zigaretten oder Funkenflug beim Grillen in der Natur. Besonders der nach dem Winter teilweise noch ausgetrocknete Boden oder das trockene Gras sind dann leicht entzündbar und können so verheerende Brände verursachen.

Nach dem Winter können beispielsweise auch Photovoltaikanlagen, die im Frühjahr wieder zu Höchstleistungen auflaufen, zu Brandherden werden. Durch den Winter können stromführende Leistungen beschädigt oder auch marode geworden sein. Mit der vollen Leistung sind dann Kurzschlüsse oder Überspannungen als Brandursachen möglich. Diese kann man nur durch einen Frühjahrscheck rechtzeitig erkennen.

Nicht selten meinen immer noch einige Mitmenschen, dass das trockene Gras im Garten anzubrennen sei oder Unkrautvernichtung durch das „Abflammen“ am effektivsten sei. Mit welchen Folgen das Abflammen enden kann, zeigte ein Fall aus dem vorigen Jahr, über welches die Sächsische Zeitung berichtete.

12jähriger löste Hausbrand bei Unkrautvernichtung aus

Ein zwölfjährige Enkel wollte seinem Großvater bei der Unkrautvernichtung helfen. Mit einem elektrischen Brenner sollte das Unkraut aus den Fugen der Hofeinfahrt beseitigt werden. Durch Funkenflug entzündete sich der am Einfamilienhaus stehende Holzcarport. Der Brand griff in der Folge dann auf das Haus über und entwickelte sich zum Vollbrand.

Der Gebäudeschaden wird auf ca. 200.000 Euro geschätzt. Der Zwölfjährige sowie sein Opa erlitten einen Schock, die Oma eine Rauchgasvergiftung. Alle drei wurden in ein Krankenhaus gebracht, wie die sz-online.de berichtete. Über 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz, konnten aber den Brand nicht mehr in den Griff bekommen. Das Haus wurde beträchtlich beschädigt.

Brandschutz gehört zu jeder Wohnung und zu jedem Haus

Über 200.000 Wohnungsbrände gibt es jedes Jahr in Deutschland. Die Folgen: über 600 Tote sowie etwa 60.000 Verletzte, von denen jeder Zehnte – meist Kinder und Senioren – schwere bleibende Schäden davonträgt. Der finanzielle Schaden, von dem allein die Versicherer jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro tragen, ist enorm.

Das Vergleichsportal Check24 hat einmal die wichtigsten Maßnahmen zur Brandprävention und zum Brandschutz zusammengestellt. Das beginnt schon bei der Planung des Hausbaus mit schwer brennbaren Bau und Dämmstoffen, setzt sich fort mit Brandschutztüren und Brandmeldeanlagen.

Ein Rauchmelder kann frühzeitig bei Rauchgasentwicklung mit einem lauten, akustischen Alarmsignal warnen und so Menschenleben retten helfen. Als Makler empfehlen wir Ihnen einen Tipp für Ihre Kunden. Auf der Webseite www.rauchmelder-lebensretter.de – unterstützt u.a. vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – finden Ihre Kunden neutral und werbefrei aktuelle Informationen zu gesetzlichen Regelungen, Zuständigkeiten von Eigentümern sowie zur fachgerechten Installation und Wartung von Rauchmeldern.

Brände an Photovoltaikanlagen

Brände an Photovoltaikanlagen bergen für die Besitzer und auch für Feuerwehrleute besondere Risiken. Diese Risiken ergeben sich durch die Strom führenden Teile der Photovoltaikanlage, die sich bei einem Brand nicht komplett spannungsfrei schalten lassen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Gleichstrom bereits ab einer Restspannung von 120 V für Menschen tödlich sein kann. Bei unsachgemäßer Montage von Steckverbindungen oder Modulen können bei Löschversuchen an PV-Anlagen Lichtbögen entstehen, die eine große Gefahr darstellen. Mehr Informationen zum Versicherungsschutz für PV-Anlagen haben wir für Makler hier zusammengestellt.

(Foto: AdobeStocks 187149285)