Badeunfälle bei Kindern vermeiden

Mehr als 500 Menschen sind allein im vergangenen Jahr in Deutschland bei Badeunfällen gestorben und auch in der diesjährigen Saison gab es bereits zahlreiche Badetote, berichtete kürzlich die Osnabrücker Zeitung.  Die Deutsche-Lebensretter-Gesellschaft (DLRG) kritisiert, dass vor allem immer mehr Kinder nicht schwimmen können.

Kinder spielen mit Begeisterung am und im Wasser. Ein einziger unachtsamer Moment kann dabei ernste Folgen haben: Nach dem Verkehrsunfall ist Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Oft könnten diese Unfälle einfach verhindert werden.

Einfache Tipps und Regeln können Kinderleben retten

Mit den nachfolgenden Tipps steht einem sicheren Badespaß nichts mehr im Weg. Durchschnittlich fünf Kinder ertrinken pro Jahr in Österreich. Davon sind vier jünger als fünf Jahre. In den vergangenen zehn Jahren sind mehr als 40 Kinder unter 15 Jahren an den Folgen eines Ertrinkungsunfalls gestorben. Ertrinken passiert schnell und lautlos. Ertrinkende können meist nicht mehr um Hilfe rufen. Kleinkinder sind aufgrund des „Todstellreflexes“ besonders gefährdet. Gerät ihr Gesicht unter Wasser, verharren sie reglos und heben den Kopf nicht mehr.

Ertrinkensunfälle in unmittelbarere Nähe der Erwachsenen

Wir haben einige Tipps für einen sicheren Badespaß mit Ihrem Kind zusammengestellt:

#1 – Kinder immer im Auge behalten.  Innerhalb von zwei Minuten verliert ein Kind unter Wasser das Bewusstsein. Das entspricht etwa der Dauer eines kurzen Telefonats. Besonders bedenklich ist, dass 90 Prozent der Ertrinkungsunfälle mit Kleinkindern im unmittelbaren Umfeld von Erwachsenen passieren.

#2 – Verschwundene Kinder am und im Wasser suchen. Wird Ihr Kind vermisst, sofort am und im Wasser suchen. Bei einem Ertrinkungsunfall zählt jede Minute! Nach drei Minuten unter Wasser können bereits schwere Gehirnschäden auftreten.

Achtung: Gefahren durch Pools, Planschbecken und Teiche

#3 – Pools, Schwimmteiche und ähnliches absichern. Private Pools stehen an oberster Stelle im Ranking der Gefahrenquellen. Biotope, Schwimmteiche und private Swimmingpools am besten mit einem 1,5 Meter hohen Zaun und einer selbstschließenden Tür absichern. Wer selber keine Kinder hat, denkt vielleicht an jene, die in der Nachbarschaft zuhause sind.

#4 – Planschbecken nach Gebrauch entleeren.  Achtung: Für Babys und Kleinkinder kann bereits eine Wassertiefe von weniger als 10 cm zur tödlichen Gefahr werden. Darum sollten Planschbecken usw. unmittelbar nach Gebrauch entleert werden.

Weitere Hinweise haben wir auch für Ihre Kunden in einem Blogbeitrag unserer Kollegen aus Österreich hier mit Unterstützung von Hinweisen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zusammengestellt.

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