Monat: August 2021

Wetterphänomen Blitze

Brauchen Häuser noch Blitzableiter?

Auf vielen neugebauten Häusern sieht man keine Blitzableiter mehr. Sind diese nicht mehr notwendig oder ist den Eigentümern doch dieser Blitzschutz zu empfehlen?

Eine generelle Pflicht zum Blitzschutz gibt es nicht, denn die Gefahr, dass ein Blitz einschlägt ist zumindest statistisch gering. Dennoch besteht das Risiko und wird durch bestimmte Besonderheiten der Gebäude verschärft, die es anraten lassen, sich doch mit dem Thema Blitzschutz zu befassen. In diesem Blogbeitrag wollen wir einige Fakten für Sie als Versicherungsmakler zusammentragen.

Was ist ein Blitz?

Nach einer Definition bei Wikipedia ist ein Blitz in der Natur eine Funkenentladung oder ein kurzzeitiger Lichtbogen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. In aller Regel tritt ein Blitz während eines Gewitters infolge einer elektrostatischen Aufladung der wolkenbildenden Wassertröpfchen oder der Regentropfen auf.

Die Stromstärke der Hauptentladung eines Negativblitzes beträgt im Mittel etwa 30 Kiloampere (kA). Positivblitze können jedoch mehrere 100 kA erreichen. Die durchschnittliche Länge eines Erdblitzes (Negativblitz) beträgt in mittleren Breiten 1 bis 2 km, in den Tropen aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit 2 bis 3 km.

Gebäude, für die Blitzschutz Pflicht ist

Eine Pflicht für Blitzschutz gibt es für folgende Gebäude:

  • Häuser mit einer Höhe von über 20 Meter
  • Freistehende Häuser und Häuser auf einer Anhöhe (Berg)
  • Gebäude mit Reet- oder Strohdach sowie einem Dach aus Holz
  • Öffentliche Gebäude in denen sich viele Menschen aufhalten.

Funktionsweise eines Blitzableiters

Eine Blitzschutz-Anlage ist grundsätzlich Sache eines Fachmanns oder Fachbetriebes. Eine solche Anlage aus dem „Baumarkt“ oder per Internetbestellung reicht nicht aus, weil es nicht nur um den Blitzableiter geht. Unsachgemäße oder fehlerhafte Montage kann zum Brand des Gebäudes nach Blitzschlag führen.

Bei einem richtig geplanten Blitzableiter fließt der Blitzstrom außerhalb des Gebäudes ab und das Gebäude nimmt kaum Schaden. Dabei geht es darum, dass der Blitz immer den kürzesten und am besten leitenden Weg zur Erde findet. Und dies muss die gesamte Blitzschutzanlage gewährleisten.

Wenn der Blitzableiter allerdings nicht fachmännisch angebracht ist, kann das Haus trotz Blitzableiter von einem Blitz getroffen werden und brennen. Deshalb sollte Blitzschutz immer vom Fachmann angebracht werden. Eine Blitzschutzanlage aus dem Baumarkt reicht nicht aus.

Schwerwiegende Folgen eines Blitzschlages

Trifft der Blitz ein Gebäude, dann können schwerwiegende Schäden an der Bausubstanz und an den Installationen des Hauses verursacht werden. Dazu gehören in vielen Blitzschlagfällen

  • zerstörte Dachflächen und Schäden am Dachstuhl
  • Wasserschäden in Folge der Löscharbeiten eines brennenden Dachstuhls
  • Beschädigte oder zerstörte Decken, Wänden, Türen und Fenster
  • Verbrannte oder herausgesprengte Unterputzleitungen
  • verschmorte Verteiler- und Steckdose und Zählerkästen
  • Elektronik im Haus durch Überspannungsschäden wie Haushaltsgeräte, an Steckdosen angeschlossene PCs, Heizungsanlagen oder Telefone

Dass Personen im Haus von einem Blitz tödlich verletzt werden, passiert statistisch eher selten.

Regionale Unterschiede in der Blitzhäufigkeit

Die niedersächsische Stadt Wolfsburg ist Blitzhauptstadt Deutschlands 2020, wie es beim Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) ausgewiesen wird. Dort wurden 2019 knapp 5,8 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer registriert.

„An zweiter und dritter Stelle folgen Kempten im Allgäu mit 5,1 Erdblitzen pro Quadratkilometer und das oberbayerische Miesbach mit 4,7. Die geringste Blitzdichte ermittelte der Siemens-Blitzdienst in den bayerischen Städte Coburg und Bamberg mit jeweils deutlich unter 0,1 sowie in der rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz mit knapp 0,1 Blitzereignissen pro Quadratkilometer.“

Versicherung von Blitzschäden

Zunächst kommt es bei der Versicherungsschäden darauf an, welche Folgen der Blitzschlag hatte. Kommt es zum Brand, dann sind diese über die Wohngebäude- oder Hausratversicherung in der Regel versichert. Explizit werden bei der Wohngebäudeversicherung der Oberösterreichische ZuHaus© Schäden durch Überspannung durch Blitz als versicherte Gefahr ausgewiesen.

Interessant für Sie als Makler dürfte auch noch sein, dass wir Folgen von Blitzschlag auch für Photovoltaikversicherungen (separater Tarif Klima Pro©) sowie Wallboxen versichern. Die Mitversicherung von Wallboxen bis Versicherungssumme EUR 15.000 ist für einen Mehrbeitrag von EUR 15,00 möglich. Dies ist dann im Antrag separat anzugeben.

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Versicherungstipps für den Sommer

Die Freude ist vielfach groß, dass in diesem Jahr wieder in den Urlaub gehen kann. Als Makler können Sie Ihren Kunden einige Versicherungstipps mit in die schönste Zeit des Jahres geben.

Private Haftpflichtschäden im Urlaub

Auch im Urlaub kann es passieren, dass die Reisenden anderen einen Schaden zufügen, die zu einer finanzielle Haftung führen. Wir unterscheiden drei Schadensarten:

  • Personenschäden,
  • Sachschäden und
  • Vermögensschäden, die aus Personen- oder Sachschäden hervorgehen.

Typische Sommerbeispiele für Personenschäden können das versehentliche Anstoßen von Mitreisenden auf der Rolltreppe des Flughafens mit dem Koffer oder das Überfahren eines schwimmenden Gastes mit einem Surfbrett sein. Dies kann zu gesundheitlichen Schäden bis hin zum langwierigen Krankenhausaufenthalt oder Arbeitsausfall der dadurch Gestürzten führen.

Neben den Behandlungskosten können Forderungen nach Schmerzensgeld und/oder Einkommensersatz auf den Verursacher zukommen. Eine gute private Haftpflichtversicherung ist auch für den Urlaub „Pflicht“. Sachschäden können von einem Fleck vom umgestoßenen Rotweinglas bis zu Schäden die durch Ungeschick mit dem Fahrrad oder anderen Sportgeräten in Urlaubslaune passieren. Übrigens: Single bezahlen für die private Haftpflichtversicherung bei uns 30 Prozent weniger.

Der Marder knabbert auch im Sommer

Besonders wenn die Eigentümer eines Eigenheims nicht zu Hause sind, wird der Marder besonders aktiv. Beliebte Ziele des Marders sind Dachböden, Photovoltaikanlagen und die PKWs der Familie. Nagetierschäden am Auto können in der Regel mit einer KFZ-Kaskoversicherung abgedeckt werden.

Die Folgeschäden von Marderbiss an Photovoltaikanlagen können sehr teuer werden. Neben den Schäden an der Technik sind auch hohe Folgeschäden durch Ertragsausfall möglich. Deshalb gilt es zu prüfen, ob diese im Versicherungsschutz der Solarmodule auch versichert sind. In der Klima Pro© -Versicherung der Oberösterreichische ist dies möglich. Die Klima Pro©-Police gibt es bei uns bereits ab 5 EUR pro Monat.

Die Schlüssel und die 72-Stunden-Klausel

Ab in den Urlaub, der Sonne hinterher… Das Lied kennen wir. Vorher sollte man aber die Kunden auf die 72-Stunden-Klausel für Hausratversicherungen verweisen, die bei einigen Versicherern besagt, daß man bei längere Zeit der Abwesenheit den Hauptwasserhahn zudrehen muss. Verletzt man diese Obliegenheit, kann der Versicherer im Schadenfall leistungsfrei bleiben.

Ebenso ist Vorsicht geboten mit hinterlegten Schlüsseln unter dem Fußabtreter oder angekippten Fenstern. Beides sind Einladungen an Einbrecher und die Versicherung kann wegen verletzter Obliegenheiten die Schadenerstattung vermeiden.

Im Urlaub Post ins Urlaubsfach

Nichts lockt Einbrecher mehr an als ein voller Briefkasten, bei dem die Post herausquillt. Empfehlen Sie Ihren Kunden doch mal bei der Post zu prüfen, ob es da ein Urlaubsfach im Angebot gibt? Dort kann man seine Post zwischenlagern, während man auf Reisen ist. Aber auch hilfreiche und zuverlässige Nachbar können da sicher helfen.

Wertvolle Gartenmöbel und –geräte oder auch Statuen sollte man möglichst im Urlaub besonders sichern, auch wenn diese üblicherweise in der Hausratversicherung mitversichert sind. In der Hausratversicherung DaHeim© Premium der Oberösterreichische sind diese Geräte und Möbel bis zu 3.000 EUR mitversichert. Die Hausratversicherungen DaHeim© Plus und Premium gibt es aktuell bei uns mit einem Rabatt von 15 Prozent für alle Neuverträge.

Weitere sommertypische Versicherungsfälle können sein:

  • Schäden durch das Grillen besonders auf dem Balkon
  • Fahrraddiebstahl im Urlaub und bei Abwesenheit
  • Reiseversicherung der verschiedenen Art
  • Urlaub mit Mietwagen im Ausland und mit dem Wohnmobil
  • Reisekrankheiten und Zeckenbiss
  • Phishing und Datenklau

Nutzen Sie gerne zur Bedarfsermittlung allgemein sowie speziell für die Urlaubssaison unsere Keine Sorgen Check für Ihre Kunden. Wir wünschen Ihnen und Ihren Kunden Keine Sorgen im Urlaub.